Was sind Phasmiden?


Phasmiden – ein Begriff der immer wieder in der Terraristik fällt. Doch was sind Phasmiden?

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Phasmiden im Überblick

Phasmiden sind Insekten. Im Gegensatz zu vielen anderen sind sie recht groß und schwer. Während man sie früher zu den Heuschreckenverwandten zählte, ist man sich heute sicher, dass den Steinfliegen und Tarsenspinnen verwandtschaftlich näher stehen.

Diese Insekten legen alle Eier. Einige legen sie gezielt am Boden ab, andere lassen sie einfach am Zweig hängend fallen. Die Eier sind größer als alle anderen Insekteneier und sehen alle unterschiedlich aus. Da sich viele Phasmidenarten sehr ähnlich sehen, helfen die Eier bei der Bestimmung der Arten.

Phasmiden sind Meister der Tarnung. So sehen die Stabschrecken Zweigen, Wandelnde Blätter dagegen Blättern so ähnlich, dass Beobachter sehr genau hinschauen müssen, um sie zu erkennen. Es gibt jedoch auch auffälligere Arten vor. Diese verfügen wegen ihrer mangelnden Tarnung nicht selten über ein Wehrsekret, welches sie bei Gefahr absondern, um Feinde zu vertreiben.

Häufige Phasmidenarten

Annam-Stabschrecke

Diese aus Vietnam stammende schlanke Stabschrecke wird etwas über 10 cm groß. Sie ist meist grün oder braun, seltener schwarz. Sie vermehrt sich sehr schnell und da sie dies auch parthenogenetisch (ohne Männchen) kann, wird sie auch gern als Futtertier gezüchtet.

Mittelmeer-Stabschrecke

Diese Stabschrecke ist die einzige in Europa heimische Art und kommt überwiegend im nordwestlichen Mittelmeerraum vor. Im Gegensatz zu den Tropen gibt es hier einen Winter, denn die Schrecken nur im Ei überstehen.

Wandelnde Blätter

Wandelnde Blätter sehen – wie der Name schon sagt – Blättern sehr ähnlich. Die am häufigste Art ist Phyllium philippinicum, einem leicht zu haltenden Hybrid von den Philippinen. Das Große  Wandelnde Blatt ist dagegen eine aus Malaysia stammende Art.