Von Hund und Pferd träumen viele Tierfreunde. Damit beides harmoniert, muss man einen Hund an Pferde gewöhnen.

- Zunächst wird der Hund an der Leine mit in den Pferdestall genommen. Dabei spielt der direkte Kontakt zwischen Pferd und Hund noch keine Rolle. Stattdessen darf sich der Hund aus Entfernung an die Gerüche und Geräusche gewöhnen. Hierzu kann der Hund auf einer mitgebrachten Decke einen Kauknochen knabbern, denn das Kauen entspannt. Sinnvoll ist es, hierfür von Anfang an den Ort zu wählen, wo der Hund später liegen darf, wenn das Pferd geputzt, versorgt und zum Reiten vorbereitet wird.
- Positive Kontaktaufnahme zum Pferd, wozu auch ein entspannter oder neugieriger Blick gehört, werden belohnt. Hüte- / Jagdansätze werden dagegen von Anfang an untersagt. So spaziert man ruhig und entspannt mit dem Hund über das Gelände und zeigt ihm so alles.
- Nun kann auch das Pferd geputzt werden, während der Hund auf seiner Decke und im besten Fall angeleint seinen Kauknochen knabbert. Dabei sollte der Tierhalter nicht ständig zum Hund gehen und sich mit ihm beschäftigen, denn er soll lernen, dass nun das Pferd an der Reihe ist.
- Das selbstständige Betreten von Koppeln und Reitplätzen kann gefährlich sein und ist meist auch unerwünscht. Aus diesem Grund wird dem Hund am besten von Anfang an beigebracht, diese nicht ohne Freigabekommando zu betreten. Auch ein Abbruchsignal wie Stopp, Warte oder Nein sollte ein Hund kennen.
- Auch wenn das eigene Pferd vielleicht sehr entspannt auf Hunde reagiert und es so einfach erscheint den Hund an Pferde zu gewöhnen, gibt es doch auch Pferde, die Hunde nicht mögen. Das Herumlaufen zwischen den Hufen ist bei allen Pferden mit Gefahren verbunden und nicht jeder Hund hält von sich aus einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Je nach Pferdegruppe und Hund ist manchmal ein Distanztraining nötig, sodass der Hund lernt, Abstand zu den Pferden zu halten.