Der stachelsporige Mäandertrüffel ist einer der zahlreichen Trüffelarten in Süddeutschland.

Bauerntrüffel wird der stachelsporige Mäandertrüffel ( Choiromyces meandriformis ) auch genannt. Er sieht im Gegensatz zum Sommertrüffel nicht gerade appetitlich aus. Seine Optik ähnelt eher der von vergammelten Kartoffeln.
Diese Trüffel findet man selten in größerer Menge. Ihn zu finden hat schon viel mit Glück zu tun. In Deutschland gilt er als gefährdet. Deshalb sollte er auch nicht gesammelt werden. Er wächst von Frühsommer bis Herbst. Die Knollen sind mal in der Erde, mal auf der Erde, auf nacktem Lehmboden genauso wie in Gärten, Park und Laubwäldern. Und doch sind sie so anspruchsvoll, dass sie nur bei optimal passenden Bedingungen wachsen. Es gibt ausgebildete Suchhunde, die diese Trüffel aufspüren.
Unter Buchen, vor allem Rotbuchen scheint er sich besonders wohl zu fühlen. Der stachelsporige Mäandertrüffel ist ein Mykorrhizapilz. Er lebt in einer Symbiose mit anderen Pflanzen, vor allem Bäumen. Er entzieht dem Baum Kohlenhydrate und liefert dem Baum dafür Wasser und Nährsalze. Es scheint, als würde der Mäandertrüffel nur aus einem Fruchtkörper bestehen. In Wirklichkeit aber umspinnt er mit einem fast unsichtbaren Fadengeflecht die Wurzeln der Bäume. 2001 wurde diese Trüffelart zum Pilz des Jahres gekürt.
Der stachelsporige Mäandertrüffel wird nicht als Speisepilz empfohlen. Einige verwenden ihn dennoch als Würzpilz. Sein Verzehr kann aber zu Verdauungsstörungen führen. In größere Menge sollte man ihn keinesfalls zu sich nehmen.
Es gibt zahlreiche Pilze bzw. Trüffel, die dem stachelsporigen Mäandertrüffel ähnlich sehen, zum Beispiel der gelbbraune Wurzeltrüffel. Auch unter den Bovisten gibt es Arten, die Kartoffeln und somit auch etwas dem stachelsporigen Mäandertrüffel ähnlich sehen. Der Douglasientrüffel wäre ein möglicher Doppelgänger, kommt aber nur an Douglasien vor.