Violetter Rötelritterling

Der violette Rötelritterling ist ein Streuzersetzer mit starkem Geschmack und intensivem Geruch.

Violetter Rötelritterling, Pilz, Waldpilz, Lamellen

Der violette Rötelritterling ( Lepista nuda ) war früher ein beliebter Speisepilz und fehlte in keinem Pilzbuch. Im Laufe der Zeit aber haben seine Bekanntheit und auch seine Beliebtheit etwas nachgelassen.

Dieser Pilz wächst in Nadelstreu, auf Komposthaufen sowie an anderen Plätzen, an denen Pflanzenmaterial zu verrotten beginnt. Er ist ein Saphrophyt, ein Folgezersetzer von sich bereits in der Verrottung befindenem Pflanzenmaterial. Im Spätherbst bildet er mit seinen Fruchtkörpern an diesem Plätzen Ringe.

Der Hut des violetten Röterritterlings ist braun bis grau, manchmal leicht violett – abhängig vom Alter. Seine Lamellen aber sind violett und auch der Stiel ist leicht bläuchlich. Anfangs ist der Hut typisch in Form einer Halbkugel. Später flacht der Hut ab und wird zum Teil auch wellig. Das Fleisch ist gelegentlich marmoriert und kann Farben bis violett und blau enthalten.

Gewöhnungsbedürftig ist der ganz eigene Geruch des violetten Rötelritterlings. Sobald man den Pilz durchbricht, strömt er aus und erinnert an ein süßlich-strenges Parfum oder gar verbranntes Gummi.

Der Geschmack dieser Pilze ist sehr intensiv. Er kann durch ein separates Abkochen vor der eigentlichen Zubereitung gemildert werden. Für viele Pilzliebhaber ist er der wohlschmeckendste Pilz überhaupt, andere mögen ihn überhaupt nicht. Roh ist der violette Rötelritterling giftig und kann eine Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen) auslösen. Er wird außerdem als blutdrucksenkender Vitalpilz genutzt.

Eine Verwechslungsgefahr besteht beim Sammeln mit einigen blauen Schleierlingen. Diese sind aber nicht essbar, sodass man sich bei der Pilzbestimmung schon sicher sein sollte. Auch einige andere Rötelritterlingsarten ähneln dem violetten Vertreter, sind aber alle essbar.

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