Orangefarbener Wiesen-Ellerling

Der orangefarbene Wiesen-Ellerling ähnelt optisch dem Pfifferling und ist ein beliebter Speisepilz.

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Der orangefarbene Wiesen-Ellerling (Cuphophyllus pratensis) gehört zu den Schnecklingsverwandten und wächst bevorzugt auf nährstoffarmen Weiden sowie moosbewachsenen Wiesen. Diese sind recht selten geworden, weil durch die intensive Landwirtschaft auch umliegende eher nährstoffreich sind. Auf nährstoffarmen Wiesen im Gebirge findet man ihn häufiger. Auch in kalkreichen Laubwäldern kommt er vor. Er wächst je nach Region von Herbst bis Spätherbst, an einigen Orten sogar schon ab August. Dieser Pilz ist ein Saprobiont, lebt also von toter, organischer Substanz.

Der orangefarbene Wiesen-Ellerling sieht dem Pfifferling recht ähnlich. Sein Hut ist breit und trocken, orange bis gelblich-beige. Die Oberfläche ist glatt, kann aber bei Trockenheit rissig werden und aufplatzen. Die Hüte sind zunächst halbkugelförmig, doch im Alter biegen sich die Außenränder nach oben. Auffällig sind auch die Lamellen an der Unterseite des Hutes. Die ziehen sich bin in den Stiel hinein. Das Sporenpulver ist weiß.

Dieser Pilz ist auch unter den Namen Orangeellerling, Wiesenellerling und orangegelber Ellerling bekannt. Eine Verwechslung mit dem Wald-Schneckling wäre möglich. Auch der dattelbraune Ellerling sieht ihm ähnlich. Außerdem gibt es den Albino Orange-Ellerling, die Albinoform dieses Pilzes, die aber seltener und viel heller ist.

Dieser Wiesen-Ellerling ist ein milder Speisepilz, der leicht zu säubern ist. Auch von Maden ist er nur selten befallen. Er sollte zum Verzehr gewürzt oder zusammen mit Würzpilzen zubereitet werden. In Deutschland sollte man ihn nicht mehr sammeln, da er unter Naturschutz steht. Er ist aufgrund des schwindenden Lebensraums selten geworden ist, denn Magerwiesen sind im Zuge der industriellen Landwirtschaft immer seltener geworden. So gelten sie auch als Indikator für ungestörte Wiesen.

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