Granatroter Saftling

Einer der schönsten Pilze ist der granatrote Saftling, der mit seiner roten Farbe gut zu erkennen ist.

Hügel, Nebel, Bäume, Wiese, Gras, Landschaft, Natur

Der Späthernst ist die Zeit der granatroten Saftlinge, die auch scharlachrote Saftlinge, hochrote Saftlinge, große Saftlinge oder größte Saftlinge genannt werden. Sie findet man weniger im Wald. Ihre typischen Standorte sind Wiesen und grüne Rasenflächen, z. B. in Parks. Diese Pilze bevorzugen sauren Boden. Sie zu entdecken ist trotz seiner auffälligen Farbe schwer, denn sie ist inzwischen selten geworden. Diese Saftlinge gibt es weltweit, unter anderem in Asien, Nordamerika und sogar in Australien. Sie sind in Deutschland streng geschützt und dürfen nicht mehr gesammelt werden. Sie gelten als Indikator für wertvolle Magergraswiesen.

Der granatrote Saftling ist mit bis zu 12 cm Höhe recht groß, die Fruchtkörper bis zu 15 cm breit. Seinen blutroten Hut hat er nur bei Feuchtigkeit. Ist es trocken, wird er etwas gelbstichiger. Manchmal ist am Hutrand deutlich ein gelber Rand zu erkennen. Das Pilzfleisch ist weiß, sein Stiel meist gelb, manchmal mit roten Streifen und gelegentlich auch ganz rot. Nur die Stielbasis in der Erde ist weiß. Der Hut ist schleimig bis klebrig.

Bevor er unter Schutz gestellt wurde, war er ein recht beliebter Speisepilz, der Saucen und Gerichte gelb färbte. Er wurde deshalb gern mit Würzpilzen – Pilzen mit intensiverem Geschmack – gegessen. Es wird vermutet, dass er ein Folgezersetzer (Saprobiont) ist, sich also von verrottendem Pflanzenmaterial ernährt.

Es gibt einige Pilze, mit denen man ihn verwechseln könnte. Am häufigsten wird er wohl mit dem kleinen roten Saftling verwechselt. Oder auch mit anderen, ähnlich aussehenden Saftlingen. Mit dem kegeligen Saftling sollte man ihn besser nicht verwechseln. Dieser wächst ebenfalls gern auf grünem Gras, ist viel häufiger, ist aber nicht genießbar. Sein Verzehr führt zu Magen-Darm-Problemen.

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