Austern-Seitling

Der Austern-Seitling ist ein bekannter Supermarkt-Pilz. Doch er ist auch in Deutschland heimisch und kann wild gesammelt werden.

Reif, Raureif, Frost, Holz, Totholz, Baumstamm, Stamm

Der Austern-Seitling ( Pleurotus ostreatus ), auch Austernpilz oder Kalbfleischpilz genannt, wächst an Stämmen von Laubbäumen wie Birke und Buche, manchmal auch an Eschen und Weiden, seltener an Fichten. Die meisten Menschen kennen ihn aber nur als Kultur-Pilz aus der Gemüsetheke. Man findet ihn vor allem an kranken und abgestorbenen Stämmen. Dort wachsen sie manchmal in großer Zahl wie Dachziegel übereinander. Er ist ein Folgezersetzer, der eher ein Parasit statt eines Symbiosepilz ist.

Er wächst immer in Gruppen und produziert sowohl im Frühjahr als auch im Spätherbst bis in den Winter hinein Fruchtkörper. Im November – nach den ersten kalten Tagen – findet man sie am ehesten, denn Temperaturen unter 11°C sind ihm am liebsten. Seine Hauptwachstumszeit ist November bis Februar. Vor November sowie im Frühjahr findet man ihn eher vereinzelt statt in Massen. Frost stört die Pilze somit gar nicht. Nach starken Frösten wird lediglich der Rand des Hutes wellig.

Der Hut kann bei älteren Pilzen einen Durchmesser von fast 20 cm erreichen. Junge Austern-Seitlinge sind grau-blau und verändern im Laufe der Zeit ihre Farbe zu grau-braun. Typisch für diesen Pilz ist auch der Stiel, der seinen Ansatz seitlich am Hut hat. Diese Pilze haben nicht die typische Schirmform, sondern eine Fächerform.

Austern-Seitlinge sind beliebte Speisepilze mit wenig Würze. Sie können für jegliche Pilzgerichte verwendet werden und lassen sich gut trocknen. Nur ihr Stiel ist im unteren Bereich etwas zäh. Das untere Stück sollte zum Verzehr deshalb besser entfernt werden. Auch die Haut des Hutes ist etwas zäh. Man kann sie dennoch mit zubereiten, wenn man sie zuvor ganz klein schneidet. Roh sind Austern-Seitlinge giftig und blutzersetzend.

Der Austern-Seitling wird auch als Vitalpilz genutzt, soll so das Immunsystem stärken und nach Antibiotikakuren wieder aufbauen. Außerdem kann man ihn ähnlich wie Champignons selber züchten.

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